Welche Steuerklassen gibt es?

Sich mit seiner jährlichen Steuer beschäftigen zu müssen, ist nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung, und doch will sie getan sein. Spätestens bis zum 31. Mai eines jeden Jahres sollte die Lohnsteuer für das vergangene Jahr abgerechnet und beim Finanzamt eingereicht sein. Wichtig ist dabei auch die eigene Steuerklasse zu kennen.

Geld flickr (c) Comrade Foot CC-Lizenz

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Trotz der Mühe, die das Ausfüllen dieses Formulars teils erfordert, lohnt es sich doch häufig, denn nicht selten erhalten Arbeitnehmer in Deutschland für aufgebrachte Werbe-, Transport oder andere Kosten für den Arbeitsplatz ein wenig ihrer gezahlten Steuern zurück. Zunächst jedoch ist auch die Frage im Raum, zu welcher Steuerklasse man überhaupt zählt und ob man im falle einer Heirat beispielsweise in einer andere Klasse wechseln darf, sollte und kann. Dafür kann man das Finanzamt oder einen Steuerberater kontaktieren, auch um bei einer Heirat die beste Konstellation zu finden.

Sechs unterschiedliche Steuerklassen in Deutschland

In Deutschland gibt es insgesamt sechs verschiedene Steuerklassen. Steuerklasse Nummer eins ist die gängigste Form von allen, hierunter fallen unverheiratete bzw. geschiedene Arbeitnehmer, als auch verheiratete Angestellte, die entweder getrennt leben oder deren Ehepartner sich im Ausland aufhält. Für alle vor dem Jahr 2004 Verwitwete, ist ebenfalls Steuerklasse Eins einschlägig. In die zweite Klasse rutschen all diejenigen aus der ersten, die alleinerziehend sind und denen daher der so genannte Entlastungsbetrag zusteht.

Lebt das betroffene Elternteil bereits mit einem neuen Partner zusammen, ist dies zum Beispiel nicht der Fall. Die dritthöchste Steuerklasse trifft auf alle verheirateten Arbeitnehmer zu, die gemeinsam mit ihrem nicht arbeitenden Ehepartner in Deutschland leben. Sollten beide Partner berufstätig sein, kommt die vierte Steuerklasse in Betracht. Die fünfte wird angewandt, sobald einer der Ehegatten aus bestimmten Gründen in die dritte Klasse zurückfällt. Und Steuerklasse Nummer Sechs schließlich gilt für den Fall einer Doppelbeschäftigung und somit für alle Besitzer einer zweiten Lohnsteuerkarte.

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