Kredit­bearbeitungs­gebühren zurückfordern: Erstattung auch nach Jahren

Mit dem Urteil des BGH sind Kredit­bearbeitungs­gebühren für Verbraucher besonders in den Fokus gerückt. Wie man die Gebühren auch nach Jahren zurückfordern und ab wann eine Verjährung in Kraft tritt, sind dabei die brennendsten Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten wollen.

Kredit­bearbeitungs­gebühren sind laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe rechtswidrig und Banken müssen entsprechend erhobene Beträge an die Verbraucher zurückzahlen. Unter diese Begrifflichkeiten fallen auch „Abschluss­gebühren“ und „Bearbeitungs­provisionen“, die oft in Kreditverträgen verwendet werden. Dabei spielt es für Verbraucher grundsätzlich keine Rolle welcher Art dieser Kredit ist. Das Urteil betrifft Möbel-, Auto- und Immobilienkredite.

Wann tritt eine Verjährung der Erstattung in Kraft?

Bis zum Ende des Jahres 2014 können noch alle innerhalb der letzten zehn Jahre (2005 bis 2011) gezahlten Kreditbearbeitungsgebühren von den Banken zurückgefordert werden. Die ab 2012 gezahlten Gebühren verjähren am Ende des Jahres 2015.

Wie kann ich die Kredit­bearbeitungs­gebühren zurückfordern?

Wenn dringender Handlungsbedarf besteht, sollten sie dringend einen vorliegenden Musterbrief (Musterbrief der Stiftung Warentest) nutzen, diesen per Einschreiben an die Bank schicken. Dann haben Sie auf jeden Fall die Gewissheit fristgerecht gehandelt zu haben. Eine Hilfe wäre auch das Stoppen der Verjährung – dies geschieht mit einer Beschwerde an den für Ihre Bank oder Sparkasse zuständigen Ombudsmann.

Sollte dies alles ohne Wirkung geblieben sein, können Sie einen Rechtsanwalt einschalten und sich auf das Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe berufen.

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